Annabels Rückkehr zeigt, dass eine Frau mit vielen Talenten eine ideale Führungskraft für andere Talente ist

Familienzeit, Selbstständigkeit oder einfach Zeit für sich selbst - wenn talentierte Mitarbeiter*innen sich eine Auszeit nehmen wollen, war es früher für Finanzdienstleister nicht einfach, sie trotzdem ans Unternehmen zu binden. Strikte Hierarchien und Regularien haben die Entscheidung zum Wiedereinstieg erschwert.

Doch in den letzten 10 Jahren hat sich die Arbeitswelt deutlich verändert. Die Mitarbeiter*innen der Deutschen Bank können heute ihre Karrierewege flexibler gestalten und eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsmodelle nutzen. Das gilt auch für den Wiedereinstieg nach einer Auszeit, den wir so einfach wie möglich gestalten, weil wir wissen, dass die Mitarbeiter*innen die Fähigkeiten, die sie vor und während ihrer Pause entwickelt haben, nach ihrer Rückkehr sehr gut einsetzen können. Genau das zeigt auch Annabels Geschichte.

Die Richtung ändern (und das ist gut so)

"Nach der Geburt meines zweiten Kindes habe ich aufgehört zu arbeiten. Wir sind aus London weggezogen und es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt, direkt wieder zu arbeiten.“

Und so war Annabel viereinhalb Jahre lang mit anderen Dingen beschäftigt.

Nachdem sie ihr zweites Kind bekommen hatte, ist Annabel mit ihrer Familie aus London weggezogen. Sie nahm eine Reihe von Jobs in der Nähe ihres neuen Wohnortes an, arbeitete ehrenamtlich als Lehrassistentin und gründete ihr eigenes Unternehmen. Diese Erfahrungen waren für sie in vielerlei Hinsicht nützlich, denn so konnte sie herausfinden, was ihr wirklich wichtig ist, und was sie sich wünscht: in einem Büro in der Stadt arbeiten, und unter Menschen, Teil eines Teams sein.

Schneller als erwartet

"Die Dinge haben sich in viereinhalb Jahren sehr verändert. Gibt es eine neue E-Mail-Etikette? Wie organisiere ich eine Telefonkonferenz? Das waren einige der Fragen, die ich mir gestellt habe.“

Bei ihrem Wiedereinstieg war Annabel ein wenig skeptisch, aber dann war alles längst nicht so schwierig wie befürchtet. Ein Wiedereinstieg, so sagt sie, sei so ähnlich wie ein Jobwechsel. Wer in einem neuen Unternehmen anfängt, weiß auch nicht sofort, wie die Telefonkonferenzen ablaufen, wie Meetings organisiert werden und wie die E-Mail-Etikette funktioniert. Es sind die kleinen Dinge, an die man sich erst gewöhnen muss. Aber das kann jeder schnell wieder lernen.

"Ich war so schnell wieder startklar, dass ich mich heute frage, worüber ich mir überhaupt Gedanken gemacht habe.“

Wissen und Erfahrung weitergeben

"Rückkehrer*innen sind Profis. Sie bringen alles schon mit oder können es sich schnell aneignen. Manchmal benötigen sie ein wenig Zeit, um sich wieder an ihr Unternehmen zu gewöhnen.“

Zunächst wählte Annabel eine Aufgabe, die auf ihre damalige familiäre Situation zugeschnitten war. Sie hätte sich direkt für eine verantwortungsvollere Aufgabe entscheiden können, aber das war nicht das, was sie damals wollte. Jetzt, nach vier Jahren, ist sie Head of Talent Sourcing für Großbritannien und Irland bei der Deutschen Bank, eine anspruchsvolle Aufgabe, die sie trotzdem gut mit ihrem geschäftigen Privatleben vereinbaren kann.

Ihre eigenen Erfahrungen als Wiedereinsteigerin haben Annabel so inspiriert, dass sie die Initiative zur Wiedereinstieg ins Berufsleben bei der Deutschen Bank ins Leben gerufen hat. Die Initiative bietet nicht nur Unterstützung für Rückkehrer*innen, sondern stellt auch sicher, dass die Führungskräfte in der Lage sind, den Übergang für alle Beteiligten so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Stolz sein, nicht verlegen

"Alle, die eine Auszeit vom Berufsleben nehmen, lernen in dieser Zeit Neues – es ist wichtig, stolz auf diese Zäsur zu sein, und ebenso auf den Anlass, den es dafür gab.“

Annabel möchte vermitteln, dass es keinen Grund gibt, sich für die Auszeit zu entschuldigen. Talentierte, fähige Menschen können auch eine langjährige Karrierepause nehmen - ihre Expertise verschwindet nicht einfach. Sie kehren oft mit mehr Fähigkeiten zurück und haben gelernt, sachlicher und offener zu sein. So war es bei Annabel. Unser Leben außerhalb des Büros ist das, was uns zu dem macht, was wir sind. Die Initiative zum Wiedereinstieg ins Berufsleben leistet einen wesentlichen Beitrag, diese Erfahrungen produktiv zu nutzen.