Ausbildungsversprechen in Zeiten von Corona: Alles safe!

Von Leona, studienintegrierte Ausbildung zur Bankkauffrau, Hamburg

Pandemie-müde? Unsicherheit darüber, wie es weitergeht? „Lasst euch davon nicht abschrecken und denkt nach vorn. Das neue Ausbildungsjahr startet im August, der Bewerbungsprozess ist in vollem Gang.“ Hier gibt Insiderin Leona Einblicke in ihren Ausbildungsstart während der Pandemie.

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Es ist jetzt ein halbes Jahr her, dass ich ins Berufsleben gestartet bin und meine studienintegrierte Ausbildung bei der Deutschen Bank angefangen habe. Das war mitten in der Hochphase der Pandemie, hat sich für mich aber von Anfang an richtig angefühlt. Ich bin in „meiner“ Filiale in einem total netten Team „angekommen“, habe schon einiges an Praxiserfahrung gesammelt, an vielen Trainings teilgenommen und auch mein Studium nimmt Fahrt auf. Ich hatte wirklich nie das Gefühl, dass etwas fehlt oder nur eingeschränkt vermittelt wird – im Gegenteil. In der Praxis bin ich weitgehend normal vor Ort in der Filiale, bei Trainings läuft vieles digital, manches hybrid, aber zunehmend gibt es auch Präsenzveranstaltungen und die Möglichkeit, Kommiliton*innen und Mit-Azubis persönlich kennenzulernen. Das ist natürlich ein echtes Highlight.

Wie sicher ist die Ausbildung bei der Deutschen Bank in Pandemie-Zeiten? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei einigen auch viel Unsicherheit gibt und der eine oder die andere sich fragt, ob es sich überhaupt „lohnt“, sich jetzt für eine Ausbildung oder ein Duales Studium zu bewerben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie gut das alles bei mir gelaufen ist, und kann euch also nur ermutigen. Und ich habe außerdem mal bei Ansprechpartner*innen der Deutschen Bank nachgefragt und – hurray – Katja Hain, Leiterin Ausbildung und Nachwuchsgruppen, und Frank Busch, Ausbilder in „meiner“ Region Nord, waren sofort bereit, sich mal mit mir zu einem Zoom-Austausch zu treffen. Als Verstärkung habe ich mir Pascal, Auszubildender Bankkaufmann bei der Postbank, dazugeholt. Wir haben uns gemeinsam ein paar Fragen ausgedacht und wirklich tolle und ausführliche Antworten bekommen. Von dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für den echt netten, persönlichen Austausch und hier für euch die wichtigsten Gesprächsinhalte in einer Zusammenfassung:

Wie schafft die Bank es, so flexibel mit der aktuellen Situation umzugehen und die Qualität der Ausbildung und des Ausbildungskonzepts sicherzustellen?

Katja Hain: Als uns alle vor zwei Jahren eine völlig neue Situation überrollt hat, haben wir uns sehr schnell zusammengesetzt, um zusammen zu überlegen, wie wir sicherstellen können, dass wir weiter ausbilden. Und uns war sehr schnell klar, dass wir alles virtuell umbauen. Bis zu diesem Zeitpunkt war unser Konzept zum Teil bereits digital, aber da gab es noch viel zu tun. Wir haben es dann in kürzester Zeit geschafft, all unsere Trainings virtuell neu zu konzipieren. Wir hatten zum Glück – gemeinsam mit unseren Partnern wie z. B. der Frankfurt School – auch die notwendige technische Voraussetzung. Und es hat wirklich alles geklappt, nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch den für unsere Ausbildung so wichtigen Aspekt der Verantwortung in digitale Formate zu übersetzen, so dass wir wirklich alle Grundlagen vermitteln und die Basis legen können. Natürlich fehlt an einigen Stellen der persönliche Austausch, und deswegen ist unser erklärtes Ziel, so bald wie möglich wieder zu unserem hybriden Modell zurückzukehren.

Frank Busch: „Aus der Ausbildersicht sind zwei Aspekte wichtig: Zum einen haben wir von Anfang an festgelegt, dass in der Bankausbildung die Filiale der Anker der Ausbildung bleibt. Wir hatten sehr schnell unsere Ausbildungsbeauftragten im Boot, die dann, wenn immer es möglich war, die Auszubildenden auch vor Ort persönlich betreut und ausgebildet haben. Banken waren ja auch schon in der Frühphase der Pandemie als systemrelevant eingestuft. Viele Filialen waren deswegen durchgängig auch für Kund*innen geöffnet, natürlich mit den entsprechenden Hygienekonzepten. Deswegen hatten wir immer das Gefühl, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen den persönlichen Kontakt mit unseren Auszubildenden sicherstellen konnten. Es war eine tolle Unterstützung, dass wir von Anfang an von der Bank die nötige technische Ausstattung und Support hatten. Wir konnten Videokonferenzen durchführen und sehr schnell auf die neuen Formate umsteigen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Veränderungen, auf die Bewerber*innen sich in der momentanen Situation einstellen müssen?

Katja Hain: Digitale Lernangebote gibt es bei uns schon länger, aber die Startwoche für unsere neuen Auszubildenden und Dual Studierenden haben wir vor der Pandemie immer in Präsenz durchgeführt. Wir haben alle bundesweit zusammengeholt und gemeinsam die Grundlagen für den Start gelegt. Das mussten wir natürlich umstellen, und das war für alle, die in den Vorjahren dabei waren, schon eine deutliche Veränderung. Auch für uns als Ausbildungsteam war das immer etwas ganz Besonderes. Mehrere hundert junge Menschen begrüßen und in den ersten Tagen begleiten, das löst einfach ein tolles Gefühl aus. Da sind so viel Energie und Motivation im Raum, das war immer ein absolutes Highlight. Es ist auch jetzt ein schönes Gefühl, wenn wir alle zusammen auf einem Screen in Zoom sehen, aber das ist natürlich nicht ganz dasselbe. Klare Botschaft von mir: Sobald wir diese Pandemie hinter uns haben, ist mein erklärtes Ziel, für die Startwoche wieder ein Präsenzformat zu entwickeln.

Apropos Startwoche: Ich weiß ja nicht, wie es vorher war, aber ich habe während meiner Startwoche nie das Gefühl gehabt, dass das nur ein Ersatz war.

Frank Busch: Das hat schon im ersten Jahr ziemlich gut geklappt. Letztes Jahr hatten wir dann schon Erfahrungen und konnten noch einiges verbessern, z. B. die Lounge, in der die Auszubildenden sich untereinander austauschen konnten. Auch die virtuellen Trainings haben wir nochmal weiterentwickelt, alles ist jetzt noch interaktiver und abwechslungsreicher als im ersten Pandemie-Jahr. Die Technik funktioniert immer besser, und wir waren froh, dass unsere Startwoche im letzten Jahr zum Teil dann sogar hybrid umgesetzt werden konnte – mit kleinen Trainings und Kennenlerneinheiten vor Ort in den Filialen.

Katja Hain: Generell können wir aus den vergangenen Jahren so vieles mitnehmen für die Zeit danach. Wir können sehr gut einschätzen, was digital gut oder sehr gut läuft, aber auch, in welchen Situationen die Präsenzveranstaltung dann doch deutliche Vorteile hat. Es ist für uns alle eine wichtige Erfahrung, dass wir es geschafft haben, uns so schnell und erfolgreich mit der schwierigen Situation zu arrangieren, vor allem auch, weil wir im Team alle zusammen an den Lösungen gearbeitet haben und alle mit viel Engagement dabei waren.

Also können Bewerber*innen sich darauf verlassen, dass die Bank auch in schwierigen Zeiten weiter ausbildet?

Katja Hain: Klares und absolutes Ja. Da geben wir ein deutliches Ausbildungsversprechen. Alle Auszubildenden und Dual Studierenden, die wir jetzt einstellen und die im Sommer in ihre Ausbildung starten, können sich darauf verlassen, dass sie innerhalb der bestehenden Regeln eine tolle Ausbildung absolvieren werden und wir sie intensiv begleiten und unterstützen. Das gilt für alle Ausbildungsberufe und Studiengänge, das ist absolut sicher.

Wie ist es möglich, dass gerade jetzt auch neue Ideen auf den Weg gebracht und Projekte gestartet werden? Die studienintegrierte Ausbildung zur Bankkauffrau gibt es ja zum Beispiel erst seit letztem Jahr.

Frank Busch: Die Idee für dieses Konzept haben wir vor zwei Jahren zum ersten Mal diskutiert. Wir waren uns sehr schnell einig, dass das für viele junge Menschen ein sehr attraktives Angebot ist und unser Ausbildungsangebot bereichert. Wir haben intensiv an dem Konzept gefeilt und sind froh, dass die Umsetzung jetzt so reibungslos und schnell geklappt hat.

Katja Hain: Gerade in nicht so einfachen Zeiten ist es ja wichtig, über den Tag hinaus zu denken und Dinge in die Wege zu leiten, die zukünftig immer relevanter werden. In gewisser Weise haben wir uns generell in dieser Zeit sehr stark weiterentwickelt und digital einen Riesensprung gemacht. Man denke an die Vielfalt von digitalen Formaten, die wir nutzen. So gehören heute z.B. Videokonferenzen selbstverständlich zu unserem Alltag. Auch in der Kundenberatung nutzen wir immer mehr und immer passgenauere digitale Tools. Und es wird überall darum gehen, den richtigen Mix zu finden zwischen persönlich und virtuell. Das ist eine tolle Entwicklung, an die wir weiter anknüpfen werden. Es gibt also viele ermutigende, zukunftsorientierte Weichen, die wir in dieser Zeit gestellt haben. Wir haben uns auf eine Zukunftsreise gemacht – und das ist auch ein echtes Aufbruchssignal für unsere Nachwuchskräfte.

Klingt gut, oder? Wenn ihr Interesse an einer Ausbildung oder einem Dualen Studium bei der Bank habt, gibt’s also nur eins: am besten gleich bewerben 😊

Zum Abschluss noch ein paar Tipps zur Bewerbung und zum Ausbildungsstart von Pascal und von mir:

  • Tipps von Leona

    Wenn ihr euch jetzt gerade bewerbt oder demnächst ein Vorstellungsgespräch ansteht, ist mein Tipp: Zeigt euch so, wie ihr seid. Das klingt einfach, aber ich weiß selbst noch, wie das ist – ist bei mir ja auch noch nicht lange her. Ich war vorher total aufgeregt und hab‘ überlegt, wie ich mich verhalte und was ich sage. Im Interview hab ich dann gemerkt, dass die Aufregung immer weniger wurde. Versucht also einfach, möglichst locker in das Gespräch zu gehen. Eure Gesprächspartner*innen strahlen Ruhe aus, und das überträgt sich dann auch auf euch. Bei mir war es dann eher ein Gespräch, in dem wir uns unterhalten haben. Hilfreich war, dass ich mir vorher ein paar Fragen überlegt habe – zur Ausbildung, zur Bank, zum Tagesablauf. Damit zeigt ihr auch Interesse an dem Job, für den ihr euch bewerbt. Und ihr findet heraus, ob der Job das Richtige für euch ist, und lernt auch die Ausbilder*innen schon ein bisschen besser kennen.

  • Erfahrungen und Tipps von Pascal

    Mein Tipp bezieht sich auf das Lernen und Arbeiten mit digitalen Tools. Aus meiner Sicht kommt es dabei viel mehr darauf an, dass man sich gut organisiert, zum Beispiel Lernzeiten plant. Mir ist wichtig, dass ich auch dann den Kontakt zu meinem Azubi-Jahrgang halte und dass wir uns gegenseitig unterstützen. Auch digital kann man ja Lerngruppen bilden. So ein Lerntag allein zu Hause ist sonst schnell ein bisschen eintönig, und alles hängt auch immer von den technischen Möglichkeiten ab. Da ist es toll, dass wir von der Bank alle mit iPads ausgestattet werden – das hilft auch in der Berufsschule. Ich habe wirklich meine kompletten Lernunterlagen und Infos digital. Wenn das iPad abstürzen sollte, kann ich meine Ausbildung vergessen (Haha). In der Filiale hat sich natürlich auch einiges verändert. Die Pandemieregeln betreffen aber dort uns Azubis genauso wie alle anderen Kolleg*innen, und als Azubi könnt ihr ganz normale Praxiserfahrungen machen, viel lernen und euch weiterentwickeln.